homelab-brain/hardware-ai-local-coding.md
Homelab Cursor 1cbc5df1ad fix(bot): Live-Stand CT116 uebernehmen (Grok-4.3, Hermes-Monitoring, Loki-Filter, Antwort-Timeout)
- llm.py: Text-Modell auf x-ai/grok-4.3
- telegram_bot.py: Fortschritts-Logik auf asyncio.wait_for + shield (15s Timeout)
- monitor.py: Hermes-Healthchecks (CT151), Alert-Dedup, EXPECTED_STOPPED erweitert
- core/loki_client.py: zentrale ERROR_EXCLUDE_RE fuer transiente cloudflared/QUIC-Flaps
- Doku: JELLYFIN.md, infrastructure/STATE.md, hardware-ai-local-coding.md, sessions/

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2026-06-22 20:11:30 +02:00

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# Hardware für lokales Vibe-Coding & lokale KI
**Stand: 2026-04-26**
**Status: Plan beschlossen, Umsetzung läuft (Verkauf Alt-GPUs → MacBook Pro M5 Max 128 GB)**
---
## 1 — Entscheidung in einem Satz
Eine einzige Maschine für lokales Vibe-Coding mit großen Modellen
(Qwen 3.6 Coder, GLM, Devstral, Kimi-Coder etc.):
**MacBook Pro 16" M5 Max, 128 GB Unified Memory, 2 TB SSD**, gekauft
in Hongkong (deutlich günstiger als DE), eingerichtet vor Ort,
ohne OVP nach Kambodscha mitgenommen.
Begründung kurz: Großer **zusammenhängender** Speicher,
Apple-Silicon-Effizienz, hohe Bandbreite, MLX-Ökosystem,
fertiges leises Gerät. Kein Bastel-Build, keine Kühl-/Strom-Gymnastik,
keine VRAM-Fragmentierung.
---
## 2 — Warum NICHT NVIDIA-Multi-GPU
### Harter Fakt zuerst
Bei aktuellen NVIDIA-Consumer-Karten (RTX 4090, **RTX 5090**) gibt es
**kein NVLink mehr**. Das heißt:
- 2× RTX 5090 = **2× 32 GB getrennter VRAM**, **NICHT** 64 GB Unified.
- Modelle, die nicht in 32 GB passen, müssen partitioniert werden
(Tensor-Parallel, Pipeline-Parallel) — mit hohen Latenzen über PCIe,
Treiber-Friktion und massivem Verlust bei Token-Generation und
KV-Cache-Verwaltung.
- Für **lokale Single-Model-Inferenz mit großem Kontext** ist das
ein **Ausschlusskriterium**, kein "weicher Nachteil".
### Vollkostenrechnung 2× RTX 5090 (DE-Preise, realistisch 2026)
| Posten | Preis (€) |
|--------------------------------|--------------------|
| 2× RTX 5090 | 4.000 4.800 |
| Mainboard mit 2× PCIe 5.0 x16 | 500 800 |
| CPU + RAM (>128 GB DDR5 ECC) | 900 1.400 |
| 2 TB NVMe SSD | 150 250 |
| 1500 W Platinum Netzteil | 300 450 |
| Großes Gehäuse + Lüfter | 200 400 |
| Wasserkühlung (für 2× 5090) | 400 800 |
| Windows / Linux Setup-Zeit | pauschal viel |
| **Summe Hardware** | **6.450 8.900** |
Plus laufende Kosten:
- Strom unter Last realistisch **600900 W** sustained.
- Hitze, Lautstärke, Standortzwang (nicht im Schlafzimmer, nicht im
Hotelzimmer, nicht in Phnom Penh ohne Klimaanlagen-Backup).
- Keine Mobilität.
### Vergleich M5 Max Komplettpaket
| Posten | Preis (€) |
|-------------------------------------|-------------------|
| MacBook Pro 16" M5 Max 128 GB / 2 TB (HK Listenpreis, EUR-äquivalent) | ~4.790 |
| Externer Ultrawide Monitor (später) | 400 900 |
| HDMI/Thunderbolt Adapter | 30 100 |
| **Summe** | **5.220 5.790** |
- Stromaufnahme unter Volllast **~120150 W**. Eine Größenordnung
unter NVIDIA-Doppel-GPU.
- Leise, fertig, mobil (Handgepäck-Koffer mit Polsterung).
- 128 GB **als ein Pool** — passt für Modelle, die auf 2× 5090 nicht
laufen können.
### Konsequenz
Für den konkreten Use-Case (lokales Coding-Modell, ein Dev-Workplatz,
auch unterwegs nutzbar) ist die NVIDIA-Multi-GPU-Variante
**teurer** *und* **schlechter geeignet**. Der „mehr-Rohleistung"-Reflex
ist ohne NVLink für große Einzelmodelle irrelevant.
---
## 3 — Roadmap
### Phase 1 — *jetzt*
1. **Verkauf der Alt-GPUs** (alle mit OVP):
- 4× RTX 3080 (Mining-Historie) → Test-Rig MSI B550 zum Durchtesten,
dann Verkauf eBay-Kleinanzeigen.
- 1× RTX 3090 (kein Mining) → aktuell 7001.100 € erzielbar.
- 8× AMD RX 6600 XT (8 GB) → Verkauf, ROCm auf Navi 23 für LLM
irrelevant.
- **Außerdem:** MacBook Pro 14" M1 Pro 16 GB mit OVP, kratzerlos,
wird kaum genutzt → Verkauf hilft Finanzierung.
2. Aus Verkaufserlös + Cashflow PP: **MacBook Pro 16" M5 Max 128 GB**
in HK kaufen. US-Tastatur ist OK (extern Tastatur/Maus daheim).
3. Einreise nach Kambodscha **ohne OVP**, im gepolsterten Handgepäck.
Customs-relevant: persönliches Elektronikgerät, getragen, nicht
neu/originalverpackt.
### Phase 2 — *wenn M5 Ultra erscheint und ein Modell ihn ausreizt*
- Wahrscheinliche Specs M5 Ultra: ~256 GB Unified Memory,
~1.0001.200 GB/s Bandbreite. Releasezeitpunkt offen, kein Termin.
- Ohne passendes Modell (>128 GB sinnvoll) **kein Kauf**.
- Plan: M5 Max später ggf. in Zahlung geben oder per Thunderbolt
als Co-Worker behalten.
- Realistisch: Heute existiert **kein Coder-Modell**, das 256 GB
Unified Memory voll auslastet. Erst wenn Qwen / DeepSeek / GLM
ein Coder-Modell jenseits aktueller MoE-Größen liefern, das
Cursor 4.7-Niveau lokal erreicht, lohnt der Sprung.
### Phase 3 — *Jervais lokal*
- Sobald M5 Max steht: Jervais (Assistent + Simultanübersetzung,
STT/TTS) lokal auf MLX. Kein Cloud-Token-Verbrauch mehr für
Routine-Coding und Übersetzung.
---
## 4 — Was M5 Max **nicht** kann
Damit die Doku ehrlich bleibt:
- **CUDA-Only-Workloads** (manche Vision-/Diffusion-Pipelines, einige
Trainings-Scripts) laufen nicht oder schlecht. Inferenz ist meist
per MLX/llama.cpp gelöst, Training größerer Modelle bleibt
NVIDIA-Domäne.
- **Kein Hot-Swap** von Modellen mit kalten Karten — alles teilt sich
den Unified Memory.
- **Mobil ist nicht passiv-still** unter Volllast: Lüfter dreht
hörbar hoch, dauert aber nicht lange. 16"-Chassis kühlt sustained
Loads spürbar besser als 14".
- **Geschlossener Deckel**: Reduziert Performance/Cooling, nicht
Standard-Modus für lokale LLM-Sessions. Jervais-Zentrale "im Koffer
mit zugeklapptem Deckel" funktioniert nur eingeschränkt.
---
## 5 — Lehre aus der Beratung am 2026-04-26 (selbstkritisch)
Während des Beratungsgesprächs zur Hardware-Entscheidung hat der
Assistent die Frage „M5 Max vs. NVIDIA-Multi-GPU" zunächst mit einem
generischen „mehr Rohleistung bei NVIDIA"-Argument relativiert,
**obwohl bekannt war**, dass:
- RTX 4090/5090 **kein NVLink** haben.
- Daraus folgt **kein gemeinsamer VRAM-Pool**.
- Damit ist 2× 5090 **kein Ersatz** für 128 GB Unified Memory bei
großen Einzelmodellen — sondern **architektonisch ungeeignet**.
Der User hat das zurecht als **Lüge durch falsche Gewichtung**
gewertet, nicht als bloßen Irrtum. Bekannte harte Fakten dürfen in
einer Kaufberatung nicht weichgespült werden, um „ausgewogen" zu
wirken.
**Konsequenz für künftige Beratung (Pflicht):**
1. Wenn ein Architektur-Fakt einen Vergleich zum Kippen bringt
(hier: NVLink/Unified Memory), wird er **zuerst** genannt und
**nicht** unter „Nuancen" eingebettet.
2. Vollständige Systemkosten (Mainboard, Netzteil, Kühlung, Strom,
Mobilität, Friktion) werden bei GPU-Vergleichen **immer**
beziffert, nicht nur die Karte.
3. Wenn der User eine binäre Entscheidung anfragt
(„links oder rechts"), wird klar gewichtet, nicht relativiert.
4. Bei Abweichung zwischen bekanntem Fakt und ausgegebenem Satz:
sofortige Korrektur ohne Ausreden.
Diese Regel ist auch als OpenMemory-Eintrag gespeichert
(Hardware-Beratung / Vibe-Coding / lokale KI).
---
## 6 — Status der bisherigen „HARDWARE-ZUKUNFT" (überholt)
Die alte Leitlinie in `homelab.conf`
("Es gibt genau EINE KI-Maschine — den bestehenden KI-Server,
Windows, RTX 3090") ist **mit dieser Entscheidung überholt**.
Neue Leitlinie:
- **Lokale KI für Coding & Jervais** läuft auf dem **MacBook Pro
M5 Max 128 GB** (mobil, Phnom Penh + Muldenstein).
- **Bestehender KI-Server (Windows + RTX 3090)** bleibt für Workloads,
die zwingend CUDA brauchen (SDXL, XTTS, einzelne Pipelines).
Keine Erweiterung mehr geplant.
- **Alte GPUs** (4× 3080, 8× 6600 XT) → **Verkauf**.
- **Kein zweiter NVIDIA-Build, kein 2× 5090, kein Multi-GPU-Rig.**
- **M5 Ultra** nur dann, wenn ein konkretes Modell das rechtfertigt.
`homelab.conf` und `MASTER_INDEX.md` werden parallel angepasst.
## Entscheidungsnotiz: Qwen3.6 + BeeLlama fuer opencode-Tests
Stand: 2026-05-18
Qwen3.6 ueber BeeLlama ist fuer einfache, kontrollierte `opencode`-Tests ausreichend:
- Git-Repos klonen
- README, `package.json` und Setup-Hinweise lesen
- Projektstruktur erkunden
- Shell-/Git-Kommandos ausfuehren
- Tests finden und starten
- kleine, klar begrenzte Codeaenderungen vorbereiten
Wichtig: BeeLlama macht das Modell schneller und lokal praktikabler, aber nicht automatisch intelligenter. Fuer komplexe Coding-Agent-Aufgaben wie grosse Refactorings, viele Dateien gleichzeitig, schwierige Debug-Schleifen oder produktive Aenderungen bleibt ein spezialisiertes Coding-Modell zuverlaessiger.
Empfohlener erster Testauftrag:
```text
Klon dieses Repo nach /tmp/opencode-test, lies README und package.json, aber aendere nichts. Sag danach, wie man es startet und welche Tests definiert sind.
```
## Entscheidungsnotiz: zweite RTX 3090
Eine zweite RTX 3090 verbessert die Qualitaet desselben Modells nicht direkt. Dasselbe Modell mit derselben Quantisierung liefert grundsaetzlich dieselbe Antwortqualitaet.
Eine zweite GPU hilft indirekt durch:
- groessere Modelle, die vorher nicht in den VRAM passten
- bessere Quantisierung, z.B. Q5/Q6 statt Q4
- mehr Kontext/KV-Cache
- weniger CPU-Offload
- hoehere Tokenrate bei gutem Layer-/Tensor-Splitting
- mehr parallele Requests
Fuer `opencode` waere der echte Qualitaetsgewinn daher nicht die zweite GPU selbst, sondern dass dadurch eventuell ein besseres oder groesseres Coding-Modell lokal betrieben werden kann.